Stärkerer Fokus auf Segment „Food“

Seit 50 Jahren hält Wolf-Dieter Loell der BÄKO Bremerhaven die Treue. Ihm und seiner Frau Inge gelten die Glückwünsche von GF Mirko Oeltermann und ARV Jörn Itjen.

Aus der Presse: BÄKO-Magazin vom 01.07.2016

GEESTLAND. Nach schwierigen Jahren fasst die BÄKO Bremerhaven wieder Tritt. Ein erstes bescheidenes Plus beim Geschäftsergebnis und Erfolge im Kundensegment „Food“, also Hotellerie und Gastronomie, lassen erwartungsfroh in die Zukunft blicken. „Wir haben geliefert“, betonte ARV Jörg Itjen bei der Generalversammlung (GV) Mitte Juni. Damit bezog er sich auf seine eigene Aufforderung von vor einem Jahr: „Wir müssen jetzt liefern!“ Damals stand zwar das Restrukturierungskonzept fest, aber seine Umsetzung konnte noch keine positiven Effekte zeigen. Anders in diesem Jahr. GF Mirko Oeltermann berichtete von einem – wenn auch mit knapp 4 Tsd. Euro bescheidenen – positiven Geschäftsergebnis (Vorjahr: -90 Tsd. Euro). Dahinter verbergen sich außerordentliche Leistungen der vergangenen zwei Jahre. Seit 2013 seien die Verbindlichkeiten insgesamt um 500 Tsd. Euro reduziert worden, die Verbindlichkeiten gegenüber Bank und Wechsel insgesamt sogar um 721 Tsd. Euro. Der Umsatz im Non-Food-Bereich konnte allein 2015 um starke 40 Prozent gesteigert sowie Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen erheblich reduziert werden. 

Die Restrukturierungserfolge bestätigte auch der DGRV, dessen Prüfungsleiter Siegfried Werner den BÄKO-Mitgliedern und -Gästen der Generalversammlung den Prüfungsbericht vorlegte. Er verwies unter anderem auf den durchschnittlichen Umsatz der backenden Kunden, der mit 173 Tsd. Euro ein „sehr ausgeprägtes Einkaufsverhalten bei ihrer BÄKO“ ausweist, das damit höher ist als bei vergleichbaren Betrieben. Insgesamt zeige sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr „erheblich günstiger“.

Mit dem seit einigen Jahren stärker in den Fokus genommenen Kundensegment „Food“, das insbesondere auch auf Hotellerie- und Gastronomiekunden abzielt, werden ertragreiche Aufträge abgewickelt, so dass die BÄKO hier weiteren Service anbietet. Schon seit einigen Jahren ist der Außerhaus-Markt eine wichtige Umsatzquelle nicht nur für Gastronomen, sondern auch für Bäcker und Konditoren. Insgesamt sei dieses Geschäft der zweitwichtigste Markt der gesamten deutschen Ernährungswirtschaft, lenkte Klaus Burger den Fokus der GV-Teilnehmer auf diesen Trendmarkt. Der Geschäftsführer der BÄKO-Zentrale Nord in Duisburg betonte damit auch die Bedeutung der BÄKO-Angebote für ihre Mitglieder und Kunden. Nachdem jetzt schon 20 Prozent der Schnellgastronomie-Kunden ihre Einkäufe „beim Bäcker“ tätigten, fürchteten die Fastfood-Ketten offenbar ernsthaft den Einstieg in Mittagsgeschäft, zitierte Burger eine Umfrage des „Focus“. Bäcker hätten, so Burger, die Kompetenz für Pausenangebote in der Mittagszeit. Die beste Messlatte des Erfolgs sei die Kundenzufriedenheit.

Die enge Verzahnung der Kundengruppen der backenden Handwerke und der Gastronomie spiegelt auch die auffällige und einhellig als gelungen gelobte, neue Außengestaltung der BÄKO-Lieferfahrzeuge wider, die ARV Jörg Itjen vor dem BÄKO-Sitz in Geestland präsentierte. Sie zeigt gleichsam hinter der aufgerissenen Fassade der alten BÄKO-Lackierung einen Bäcker und einen Koch im lodernden Feuer, ergänzt durch das Zitat des deutsch-kanadischen Publizisten und Aphoristikers Willy Meurer: „Selbst Feuer und Wasser können sich ergänzen, wenn ein Kessel dazu kommt.“ Damit verspricht die BÄKO Bremerhaven ihren Mitgliedern und Kunden ein „heißes“ Geschäftsjahr 2016.

Nach der GV erlebten die Teilnehmer im Hauptquartier der BÄKO Bremerhaven die Vorpremiere einer neuen Dauerausstellung zum Thema „Rund um den gedeckten Tisch“, in der sich Interessenten von nun an durch BÄKO-Konzeptberaterin Babette Landgraf informieren lassen können. Die offizielle Eröffnung des Showroom findet am 4. Juli statt. Mit dessen Einrichtung, so GF Mirko Oeltermann, erhielten die BÄKO-Kunden jetzt auch im regionalen Umfeld eine aktuelle und fachlich versierte Beratung für die optimale Präsentation des Produktangebots im Café- und stationären Verzehrbereich der Bäckerfilialen, vom Geschirr bis zu den Geräten für die professionelle Zubereitung einer bäckertypischen warmen Snackküche.

Als weiteres Highlight präsentierte die BÄKO Bremerhaven einen neuen Lieferpartner mit einem zumindest in Norddeutschland noch nicht marktgängigen Produkt: Dem To-go-Mehrweg-Kaffeebecher aus Porzellan zum Wiederbefüllen. Oeltermanns Prognose dazu: „Die zunehmende Ökologisierung der politischen Agenda wird dazu führen, dass die derzeit gängigen Kunststoff-Einwegbecher mit Pfand oder Abgaben belegt werden.“ Ein Porzellanbecher, der dazu noch wiederverwendbar sei, biete darauf eine passende Antwort. Clou des vom renommierten Hersteller Mahlwerck neu entwickelten Produktes ist ein eingelassener, wieder aufladbarer RFID-Chip, auf dem ein Kaffee-Guthaben gespeichert werden kann, das bei jedem Kaffeekauf bargeldlos abgerechnet werde. Damit entstehe, so Mahlwerck-GF Tobias Köckert, eine besonders intensive Kundenbindung zur ausgebenden Bäckerei.

Kennzahlen 2015:

  • Umsatz: 16,2 Mio Euro (-1,9 %)
  • Bilanzverlust: 457,7 TEUR
  • Eigenkapitalquote: 33 %
  • Mitglieder: 64 (-5)

 files/news-alt/150817_baeko-magazin/Neue Lackierung.jpg

ARV Jörg Itjen freut sich über die auffällige neue Lkw-Lackierung.

Foto/Artikel: Sievert Herms

Zurück

Wir verwenden CookiesCookie Details
zurück

Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und Ihren Möglichkeiten, Ihre Privacy-Einstellungen anzupassen, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Notwendige Cookies

Diese Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.

Statistiken

Wir nutzen Google Analytics um zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird und sie entsprechend zu verbessern.

Externe Medien

Um Ihre Nutzererfahrung zu verbessern, greifen wir auf externe Services und Medien zurück. Ich willige ein, dass verschiedene Daten (insbesondere gekürzte IP-Adresse, Informationen zum Browser und Betriebssystem) an Unternehmen in Ländern ohne angemessenes Datenschutzniveau übermittelt werden. Sie können die Services hier einzeln aktivieren oder deaktivieren: