Laktosefreier Ayran ist einmalig

Die ersten Flaschen des Mayran gehen in den Verkauf

Laktosefreier Ayran
Stoßen mit dem laktosefreien Ayran auf ihre Entwicklung an: Martin Schüring und Mahmut Doksöz, von links. Foto bel

Aus der Presse: Nordsee-Zeitung vom 7. Juli 2012

Fischereihafen. Er hat weniger Kalorien als eine Apfelschorle, ist cremig auf der Zunge und im Geschmack leicht salzig: So wie Ayran eben sein muss. „Aber unser Ayran ist laktosefrei“, sagt Mahmut Doksöz. „Und das gibt es weltweit bisher noch nicht“, ergänzt Martin Schüring. Beide zusammen haben das neue Produkt unter dem Namen Mayran entwickelt und eine Testproduktion gestartet.

Die ersten 400 Flaschen des Mayran gehen jetzt in den Verkauf. Zu haben sind sie in ausgewählten Gastronomiebetrieben. „An einen Vertrieb im Einzelhandel ist noch nicht zu denken“, sagt Mahmut Doksöz, der mit seinen Brüdern Cem und Bülent seit gut zehn Jahren die „Takelage“ betreibt. „Das muss sich entwickeln. Aber es ist das Ziel.“

„Ich weiß nicht warum, aber gekommen ist mir die Idee auf dem Balkon“, sagt der 37-Jährige, dessen Frau Özlen auch unter einer Milchzucker-Unverträglichkeit leidet. „Wahrscheinlich hat mich das motiviert.“ Über seinen Bruder Bülent knüpfte er dann Kontakt zu dem Lebensmitteltechnologen Schüring – und begeisterte den 44-Jährigen für das Projekt. Das war im Mai 2011. „Die Frage, wie wir den Milchzucker los werden, war relativ schnell gelöst“, so Schüring, der als Ideenentwickler beim ttz arbeitet. Das Verfahren, um Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) zu spalten, habe er schon im Kopf gehabt. „Viel schwieriger war die Frage zu lösen: Wie bekommen wir den typischen Geschmack hin?“

Nach Feierabend und an den Wochenenden zog sich der Lebensmitteltechnologe immer wieder ins stille Kämmerlein zurück und experimentierte. „Mal war der Ayran zu dickflüssig, dann wieder zu dünn, zu salzig, und, und, und“, berichtet Schüring. Probieren mussten das laktosefreie Produkt zwischendurch die Takelagemitarbeiter. „Aber auch Gäste haben am Geschmackstest mitgewirkt“, erzählt Doksöz. „Jetzt wissen wir, wie lange und bei welcher Temperatur der Reifeprozess optimal ist. Das bleibt natürlich geheim.“

Im Februar wurde dann eine große Testreihe angelegt, um die Mindesthaltbarkeit herauszufinden. „Vier Wochen. Für ein gesäuertes Milchprodukt ist das okay“, sagt Schüring. Und dann begann die Sucherei nach einer Molkerei. Sie durfte nicht zu groß sein, muss fettarme Milch produzieren und sie homogenisieren können. Eine Abfüllanlage und Reifetanks für die Joghurtproduktion waren weitere Voraussetzungen. „Der Milchhof Grimmelmann in Eiße fand unsere Idee spannend und innovativ“, sagt Doksöz. „In der vergangenen Woche haben wir dort die ersten 400 Flaschen für unseren Testmarkt produziert.“ Nach dem Abfüllen war von Doksöz und Schüring Handarbeit gefordert. „Jedes Etikett haben wir draufgeklebt.“

Inzwischen ist ein Großteil der 0,25-Liter-Flaschen Mayran zur Bäko Bremerhaven gegangen. „Bäko-Geschäftsführer Mirko Oeltermann unterstützt unser Projekt im Vertrieb“, freut sich Schüring. „Wir sind schon ganz gespannt, wie der Mayran angenommen wird. Noch ist es ein reines Zusatzgeschäft“, sagt Doksöz. (von Jürgen Rabbel)

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.mayran2012.de

 

 

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