In Langen wird fair gehandelt

Kommune offiziell als Fairtrade-Stadt in Deutschland ausgezeichnet – Bunt-fröhliche Feierstunde am Rathaus

Zusammen mit London, Rom, Paris und München sei Langen nun in der „Champions League“ der Fairtrade-Städte, sagte Manfred Holz, der mit Thorsten Krüger, Steffen Tobias und Kindern vom Kindergarten am Kapellenweg Luftballons fliegen ließ. Foto Weber

Aus der Presse: Nordsee-Zeitung vom 15. August 2014

LANGEN. Langen ist offiziell „Fairtrade-Stadt“ – 276. in Deutschland und erste im Landkreis Cuxhaven. Die entsprechende Urkunde aus der Hand von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz nahm Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) bei einer Feierstunde am Rathaus mit viel regionaler Prominenz entgegen. „So einen Titel bekommt man nicht geschenkt“, erklärte Holz die Auszeichnung, die in Deutschland seit dem Jahr 2009 verliehen wird.

Mit fairem Handel soll den Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien geholfen werden, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern. Fairtrade bietet ihnen existenzsichernde Mindestpreise und langfristige Handelsbeziehungen, durch die den Erzeugern ein selbstbestimmtes Leben und größere Planungssicherheit geboten wird. „In den Schulen, Vereinen, Betrieben, Kirchen, Geschäften und im Rathaus der Stadt gibt es hier bereits ein geballtes Engagement für den fairen Handel“, freut sich Holz.

Ein Schritt zur Hilfe
„Erforderlich ist jedoch die Bereitschaft des Einzelhandels, noch mehr fair gehandelte Produkte anzubieten und natürlich die Bereitschaft der Bürger, diese Artikel zu kaufen, auch wenn diese teurer sind“, will Krüger das Bewusstsein für fair gehandelte Waren schärfen. „Egal, wo es auf dieser Welt knallt, wir sind davon betroffen“, lässt er einen grünen Luftballon symbolisch zerplatzen. „Fairtrade“ sei nicht „der Schritt“, aber „ein Schritt“ zur Hilfe. Unter dem Beifall der Zuhörer rechnete Krüger ab „mit den Dauernörglern“, die immer etwas Negatives an Kampagnen wie jener zum fairen Handel finden. „Nur anonym zu kritisieren, ist keine Kunst“, vermisst er bei „diesen Miesepetern“ konstruktive Vorschläge. Derweil wächst die Zahl der Unterstützer von Fairtrade stetig. Im vergangenen Jahr um 23 Prozent, weiß Manfred Holz. Jeder Bundesbürger habe 2013 „faire 8 Euro“ ausgegeben. Noch sind da die Nachbarländer Österreich, Holland und England mit 25 Euro und die Schweiz mit 50 Euro pro Bürger weit voraus. Das könne man vielleicht mit der künftigen Stadt  Geestland aufholen. Diese dann ebenfalls zur Fairtrade-Stadt zu machen, gibt Mirko Oeltermann, Leiter der Langener Fairtrade-Steuerungsgruppe, bereits das nächste Ziel vor. (wg)

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