Fürsorge fürs Wohlbefinden

Langener Stadtverwaltung und einige Firmen wollen mehr Sorge tragen für die Gesundheit der Mitarbeiter

Fürsorge fürs Wohlbefinden
Gesundheitsberaterin und Ökotrophologin Petra Hencken – links – setzt Elektroden zur Ermittlung des „Herzportraits“ bei Juliane Schattauer, Personalleiterin bei der BÄKO und Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement IHK, an.

Aus der Presse: Nordsee-Zeitung vom 6. April 2013

SIEVERN. Einige Firmen und Institutionen aus der Stadt Langen haben beschlossen, sich stärker dem Thema Gesundheitsmanagement zu widmen. Die BÄKO (Bäcker- und Konditorengenossenschaft) hat es vor- gemacht und dafür jetzt ein Zertifikat erhalten. Die Sieverner Firma hat in den vergangenen zwei Jahren mit der Krankenkasse „IKK gesund plus“ ein spezielles betriebliches Gesundheitsprogramm aufgelegt.

Die von der IKK beauftragte Gesundheitsberaterin und Diplom-Ökotrophologin Petra Hencken vom Wremer „Institut für Ernährung und Gesundheit“ war mit der Umsetzung befasst.

Und dieses Projekt diente jetzt als Vorbild für die Stadtverwaltung Langen, die Firma Wohnbau KG Polzin, das Langener Amtsgericht, die IKK und nochmal die BÄKO, sich über das Thema Gesundheitsmanagement erst einmal genau auszutauschen, damit es danach umgesetzt werden kann.

Die Initiatoren sehen Gesundheitsmanagement als nachhaltig sinnvolles Instrument zur Steigerung von Arbeitszufriedenheit, zur Senkung der betrieblichen Kosten, indem Fehlzeiten reduziert werden, sowie Erhöhung des „Employee Value“: Dieser noch recht neue Begriff steht für das Bündel an Anreizen, das ein Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet, und auch als Anreiz zur Gewinnung qualifizierter neuer Mitarbeiter. IKK-Kundenbetreuer Dietmar Rehfeldt führte aus: „Dabei spielt die Unternehmensgröße keine Rolle.“

Unterschiedliche Branchen

Deshalb sind in diese Langener Gesundheitsoffensive auch unter- schiedliche Betriebe eingebunden. Zusammen wollen sie demonstrieren, dass eine „Brücke“ für einen gesunden Arbeitsplatz für alle Unternehmen erarbeitet werden kann.

Der Erste Stadtrat der Stadt Langen, Jürgen Zehm, war beeindruckt: „Das Thema anzugehen ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die Mitarbeiter.“ Dass die Langener Stadtverwaltung zudem die Anforderungen „Beruf und Familie“ konsequent umgesetzt hat, sieht Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) als einen der Gründe an, weshalb die Geburtenrate unter den Rathaus-Mitarbeitern stark gestiegen ist.

Petra Hencken erläutert: „Arbeitnehmer profitieren nicht nur im Betrieb von den neuen Erkenntnissen, sie können sie auch im Privatleben umsetzen.“ Rehfeldt betonte, dass die beteiligten Firmen sich mit einer Sache auseinandersetzen, die nicht vom Gesetzgeber gefordert werde. Es gäbe viele Gestaltungsmöglichkeiten, die von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich seien.

Ideen wurden besprochen: beispielsweise „Arbeitsplatzanalyse“, gesundes Frühstück oder einen Gesundheitstag mit verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen. Ein Ernährungskursus steht auch auf der Themenliste.

„Auch am öffentlichen Dienst wird der demografische Wandel nicht vorbeigehen. Qualifizierte Arbeitskräfte zu finden erfordert vielfältige Anstrengungen – zum Beispiel über ein solches Gesundheitsmanagement, aber auch mit Blick auf Immigration und Integration“, blickte Krüger nach vorn. (stn)

 

Drei Fragen an

JULIANE SCHATTAUER, PERSONALLEITERIN BÄKO, FACHKRAFT BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

„Ein Gewinn für die Mitarbeiter und die Firma“


Was hat die BÄKO bewogen, das Projekt Gesundheitsmanagement der Krankenkasse „IKK gesund plus“ umzusetzen?

Das Gesundheitsmanagement ist ein Gewinn für die Mitarbeiter und die Firma. Motivierte und gesunde Mitarbeiter bringen einem Unternehmen mehr.

Wie viele Mitarbeiter haben sich beteiligt. Die Teilnahme war ja freiwillig?

Das war sehr unterschiedlich. Bei schnell umzusetzenden Maßnahmen gab es eine sehr hohe Beteiligung.

Haben Sie auch schon Rückmeldungen von Ihren Mitarbeitern erhalten, die persönlich etwas umgesetzt und somit von dem Projekt profitiert haben?

Ungefähr 40 Prozent der Mitarbeiter bei der BÄKO beurteilen ihren Gesundheitszustand als jetzt sehr viel besser als noch vor einem Jahr. Wir haben zum Beispiel eine Mitarbeiterin, die hat nie Sport betrieben. Sie geht jetzt regelmäßig einmal die Woche zur Aqua-Gymnastik.

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