Fünf Unternehmen bereits als QualitätsBetriebe zertifiziert

Katja Beier von der Stadtverwaltung, Tobias Groeneveld, BÄKO Bremerhaven, Bürgermeister Thorsten Krüger, Daniel Zabe und Elke Harzmann von becker & brügesch können alle Unternehmen nur ermutigen sich als QualitätsBetrieb zertifizieren zu lassen.

Aus der Presse: Elbe Weser aktuell 04.03.2015

Die Stadt Geestland möchte als erste Kommune in Niedersachsen mit dem „Q“-Siegel der ServiceQualität Deutschland ausgezeichnet werden. Dafür müssen insgesamt 20 Unternehmen die Kriterien als QualitätsBetrieb erfüllen. Fünf Firmen erhielten bereits ihr Zertifikat.

GEESTLAND · Neben den Produkten und der Qualität ist es besonders der Service der Kunden überzeugt, regelmäßig das Angebot eines Dienstleisters in Anspruch zu nehmen. Die ServiceQualität Deutschland bietet hier ein bundesweites System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten. Durch die Betrachtungsweise aus Sicht des Kunden erhalten die Betriebe zudem wichtige Hinweise über Schwächen eines Produkts oder Lücken in der Angebotspalette und lernen adäquat mit Beschwerden umzugehen.

In der Stadt Geestland sind bereits fünf Unternehmen als QualitätsBetrieb von ServiceQualität Deutschland zertifiziert worden. Dazu gehören Unternehmen wie BÄKO Bremerhaven, das Entsorgungsunternehmen becker & brügesch und die Firma Ohlrogge sowie kleine Geschäfte wie die Buchhandlung Beek und Everloid. „Sieben Unternehmen befinden sich noch im Zertifizierungsprozess“, erklärte Katja Beier von der Geestländer Stadtverwaltung. Und auch die Verwaltung selbst ist noch im Verfahren für ihr Servicesiegel.

Als ersten Schritt auf dem Weg zur Zertifizierung müssen die Unternehmen einen „QualitätsCoach“ ausbilden lassen. Ein entsprechendes Seminar fand im letzten Jahr statt. Insgesamt nahmen 21 Unternehmensvertreter an der Ausbildung teil, darunter auch Daniel Zabe von becker & brügesch und BÄKO Bremerhaven-Logistikleiter Tobias Groeneveld. Neben Teamarbeit stehen Vorträge im Fokus des Seminars. „Anhand des Beispiels einer Reklamation wurde uns aufgezeigt, was diese das Unternehmen kostet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass darin auch eine große Chance liegt, denn viele unzufriedene Kunden wechseln einfach den Anbieter. Die Reklamation hilft dabei, Fehler zu erkennen, die Abläufe zu verbessern und gibt die Möglichkeit, den Kunden zu halten und ihn zufrieden zu stellen“, nannte Groeneveld ein Beispiel.

Neben dem Festlegen von Qualitäts- und Servicestandards ist es die Aufgabe der QualitätsCoaches den Antrag für die Zertifizierung als QualitätsBetrieb online zu stellen. Zu vier Punkten mussten die Firmen Fragebögen beantworten und darlegen, wie sie ihre Abläufe nach der Schulung verbessert haben. Auch in diesem Jahr wird es ein Seminar „Ausbildung zum QualitätsCoach“ geben. Vom 17. April bis 18. April lernen die Teilnehmer im Lindenhof-Zentrum praxisnah die Bedeutung von Qualitätsmanagement in Dienstleistungsbetrieben. Die Anmeldung ist bis zum 13. März bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Geestland unter (04743) 937 15 70 oder unter wirtschaftsfoerderung@geestland.eu möglich.

Bürgermeister Thorsten Krüger hofft, dass noch mindestens zehn Unternehmen die Möglichkeit wahrnehmen sich als QualitätsBetrieb zertifizieren zu lassen. Für die Unternehmen sieht er gleich mehrere Vorteile: Zum einen würde unter den Seminarteilnehmern ein Gemeinschaftsgefühl und dadurch ein besseres Netzwerk der Betriebe untereinander entstehen. Zum anderen würden die Strukturveränderungen in den Unternehmen viel Zeit einsparen. „Natürlich sind diese in großen Unternehmen schneller umsetzbar, aber ein kleinerer Betrieb wird viel schneller den Effekt verspüren“, ist er sich sicher. Profitieren vom Q-Siegel würden aber auch die Bürger, die einen besseren Service bekämen und dadurch mehr einkaufen würden, wodurch die Stadt Geestland insgesamt für neue Unternehmensansiedlungen interessanter wird, was wiederum mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt bedeute. Aus Krügers Sicht können alle nur gewinnen. „Mit der Zertifizierung tragen alle dazu bei, den Wirtschaftstandort Geestland zu stärken.“

 

Quelle: Elbe Weser aktuell, Mareike Kerouche

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