Auf zu neuen Zielen im Jahr 2015

Aus dem BÄKO-Magazin zur 105. Generalversammlung

Generalversammlung der BÄKO Bremerhaven

Langen-Sievern: Der geschäftsführende Vorstand, Mirko Oeltermann, brachte es nach der Eröffnung der 105. Generalversammlung der BÄKO Bremerhaven durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Jörg Itjen auf den Punkt: „Wir haben für 2013 ein Jahresergebnis zu verantworten, das ich kein zweites Mal erleben möchte“ – machte aber auch gleichzeitig Mut für das kommende Geschäftsjahr. Und er lieferte den Mitgliedern plausible Erklärungen für die Ursachen des ausgewiesenen Jahresfehlbetrags von 309,8 Tsd. Euro. Umsatzverluste und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, bedingt durch Insolvenzen und Betriebsschließungen, waren eine der Hauptursachen für das Negativergebnis. Außerdem konnten fest eingeplante Umsätze im touristisch geprägten Liefergebiet nicht realisiert werden. „Wir sind weit davon entfernt, in diesem Fall unsere eigenen Ineffizienzen über Preiserhöhungen an unsere Mitglieder weiterzugeben“, lautete das Statement von Oeltermann und er stellte fest: „Eine BÄKO muss sich auch antizyklisch verhalten können, um negative Folgen bei den Kunden auszuschließen.“

Nicht ohne Grund konnte der durchschnittliche Umsatz bei den belieferten backenden Kunden im Berichtsjahr auf einen Rekordwert von fast 190 Tsd. Euro gesteigert werden. Er liegt damit deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Betriebe. Weiteres Umsatzpotenzial sieht der GF vor allem bei den Nicht-Backenden Kunden. In diesem Segment konnte der Umsatz der letzten Jahre von 0,5 Mio. Euro auf knapp 5 Mio. Euro in 2014 gesteigert werden – Tendenz steigend.

Im Bereich technischer Kundendienst waren die Auftragsanfragen weiterhin stark rückläufig, was den Verwaltungsrat auch unter Berücksichtigung nicht ausreichender Manpower veranlasst hat, diesen Bereich mit Anfang des laufenden Jahres zu schließen. Der dritte belastende Faktor auf das Jahresergebnis war die noch fehlende Effizienz der hoch gelobten Einführung einer neuen Warenwirtschaft in Kombination mit der Finanz- und Lohnbuchhaltung, die erst in 2014 realisiert wurde und zum Erfolg führte. Die Umstellung der Warenwirtschaft und die parallele Haltung des alten Systems als „Backup“ hat der BÄKO zusätzliche Mittel gekostet, die aber mittelfristig in den Personalkosten eingespart werden.

Jetzt stehen die Zeichen deutlich auf Ergebnisverbesserung: Auflösung des technischen Kundendienstes, weitere Einsparungen beim Personal (2014 bereits neun Mitarbeiter weniger bei nahezu gleichem Umsatz), Ausweitung der Aktivitäten im Nicht-Backenden Segment sowie Steigerung der Effektivität im Logistikbereich. In der Wahrnehmung als „Food-Kompetenzzentrum“ will die BÄKO Bremerhaven ihre Marktposition im Bereich der Industrie und Gastronomie weiter ausbauen und nachhaltig eine gesunde Kostenstruktur etablieren. Positives Beispiel: Die Umstellung auf LED-Beleuchtung im Lager sowie die erfolgte Umstellung von Arbeitsplatzrechnern auf so genannte „Thin Clients“ hat den Stromverbrauch um 24% reduziert. „Gemeinsam mehr Wert zubereiten“, so das Motto für die Bündelung verschiedener Aufgaben und Synergien.

Im Bericht des AR wurden nochmals die enormen Anstrengungen von Vorstand und Verwaltung aufgezeigt, recht zügig den Turnaround in 2015 zu schaffen. An die Inhaber ehemaliger Bäckerbetriebe, die mittlerweile geschlossen haben, appellierte ARV Jörg Itjen zur Weitergabe der Rezepturen an die verbleibenden Mitglieder, „um alte Rezepturen am Leben zu erhalten“. Der DGRV-Bericht bescheinigte der BÄKO ein geordnetes Bild der wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen. Der Eigenumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % auf 17,1 Mio. Euro zurückgegangen, was auf niedrigere Umsätze bei Mehl, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Investitionsgüter zurückzuführen ist. Positiv war die Entwicklung in den Segmenten Rohstoffe, Frischdienst und TK. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 30,1 % liegt leicht unter Vorjahresniveau. Der Jahres-Cashflow ist mit –174 Tsd. Euro (Vj.: 73 Tsd. Euro) ausgewiesen. Das um 205 Tsd. Euro auf –203 Tsd. Euro rückläufige Betriebsergebnis resultiert aus um 65 Tsd. Euro verringerten ordentlichen betrieblichen Erträgen bei um 140 Tsd. Euro gestiegenen ordentlichen betrieblichen Aufwendungen. Die Verbindlichkeiten konnten um 270 Tsd. Euro reduziert werden.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet – die AR Gerd Engelbrecht, Wolfgang Heyderich und Jörg Itjen wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt. Der Dank des Vorstands für 40 Jahre Mitgliedschaft ging an den noch bis Mitte 2013 agierenden Vorstand BM Hans Buck (Cadenberge) und für zehn Jahre an die Lebenshilfe e. V. Bremerhaven sowie an BM Hermann Böhmke (Dorum).

Den Mitgliedern wurde zudem ein Film über den vollzogenen Wandel der Bremerhavener Genossenschaft innerhalb der vergangen fünf Jahre präsentiert und Oeltermann erläuterte die im Dezember in Kraft tretende LMIV.

Quelle: BÄKO-magazin 11|2014 (tag)

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